Wahlprogramm 2010
Versprochen, gehalten!
Wir sind die einzige Hochschulgruppe, die seit Jahren konstant im AStA vertreten ist. Im AStA und in weiteren Gremien arbeiten wir täglich an besseren Bedingungen für ein Studium an der RWTH. Im letzten Jahr haben wir im AStA den Referenten für Lehre und politische Bildung gestellt und waren mit Projektleitern im Öffentlichkeitsreferat, im Kulturreferat und im Referat für Lehre und politische Bildung vertreten. Zusätzlich haben wir im Studierendenparlament, im Verwaltungsrat des Studentenwerkes, im Sozialausschuss und im Haushaltsausschuss deine Interessen vertreten und dabei folgende Erfolge erzielt:
- Die sinnvolle Verwendung der Studiengebühren und Semesterbeiträge sichergestellt
- Kontrolle der Rechenschaftsberichte der Fakultäten
- Mitbestimmung bei der Vergabe des 25%-Topfes durch den AStA
- Förderung von studentischen Eigeninitiativen durch das Studierendenparlament
- Im Öffentlichkeitsreferat das Campus-Magazin „relatif“ für dich erstellt
- Durch die Arbeit unseres Referates für Lehre aktiv die Qualität der Lehre verbessert
- Bei Problemen mit Klausuren (Multiple-Choice usw.) geholfen und Widersprüche begleitet
- Zusätzliche Lernräume im Zentralbereich (Semi90 und weitere freie Seminarräume) und im Uniklinikum geschaffen
- Durch unsere Webseite Mensakritik.de und unsere Arbeit im Verwaltungsrat viele Probleme in den Mensen gelöst (Öffnungszeiten, Portionsgröße, Nachschlag, Gewürze…)
- Studentische Eigeninitiativen gefördert und beraten (Organisation des Eigenini-Tages, Beratung bei Gründung und Antragsstellung)
- Schadensmeldung auf neuer AStA-Homepage realisiert: Schluss mit maroden Hörsälen
- Zusammen mit den Fachschaften an einem neuen Konzept für die Einführungsphase gearbeitet
- Umsetzung des Zukunftskonzeptes Lehre vorangetrieben
- Veranstaltungen zu aktuellen Themen organisiert (Studiengebühren, Energie 2.0, Integration)
- Keine AStA-Unterstützung für den Bildungsstreik – Konstruktive Gremienarbeit statt Randale
Ziele und Aufgaben für das kommende Jahr
Nach wie vor gibt es an der RWTH viele Punkte, die wir verbessern wollen. Daher werden wir auch im kommenden Jahr durch konsequente Arbeit in den Hochschulgremien für eine Umsetzung unserer Lösungsvorschläge sorgen.
Millionengrab Studentenwerk – Geldverschwendung stoppen!
„Hunderttausende Euro für ein Cafeteria-Experiment in den Sand gesetzt“ oder „Studentenwerk verschenkt studentische Gelder an Gäste“ sind zwei Schlagzeilen, die das Studentenwerk treffend beschreiben.
Immer wieder lässt sich die Geschäftsführung des Studentenwerkes auf waghalsige Experimente mit Prestigeprojekten ein. Beim aktuell in Planung befindlichen Umbau der Mensa in der Turmstraße zeichnet sich ähnliches ab (Sushi-Bar, Wok-Bar). Ebenso verschenkt das Studentenwerk Gelder aus den studentischen Sozialbeiträgen an Nicht-Studenten (Professoren, Mitarbeiter, Gäste), weil der Gästeaufschlag von 1,50 Euro geringer als die Subventionen pro Mahlzeit von ca. 2,50 Euro ist. Dies finanzierst du mit 112 Euro Sozialbeitrag im Jahr!
Wir setzen uns aktiv für eine grundsätzliche Reform des Studentenwerks ein, insbesondere im Bereich Mensa und BAföG-Amt. Hierfür sind wir im Verwaltungsrat des Studentenwerks vertreten und haben die Bewertungsplattform Mensakritik.de gestartet. So muss es weiter gehen, daher fordern wir:
- Besseres Essen für unser Geld
- Keine studentischen Gelder für unangemessene Prestigeprojekte (wie z.B. die geplante Sushi-Bar)
- Keine mit studentische Gelder subventionierten Essen für Nicht-Studenten (Professoren, Mitarbeiter, sonstige Gäste)
- Keine Geldverschwendung bei der Sanierung von Gebäuden oder durch gewagte Investitionen wie Live-Cooking-Areas oder Premium-Cafés im SuperC ohne Wirtschaftlichkeitsberechnungen
- Keine Lobbyarbeit gegen private Anbieter (z.B. gegen Coffeelution im Audimax)
Exzellenz nur im Dreiklang: Forschung, Lehre und Service
Aufgrund ihres Elite-Status erhält die RWTH große Summen an Fördergeldern, welche leider fast ausschließlich zu Forschungszwecken genutzt werden. Um das Studium in der vorgegeben Zeit zu absolvieren, ist die entsprechende Unterstützung der Hochschule nötig! Der Vorstoß mit dem innovativen E-Learning-Portal L2P geht in die richtige Richtung, nur sollten auch möglichst alle Institute die Möglichkeiten ausschöpfen. Ebenso sollte die RWTH ihren Verwaltungsapparat mehr auf den Service für die Studierenden fokussieren und nicht Bürokratie zelebrieren. Wir fordern daher:
- Öffnung des ZPA und der Sekretariate auch nach 13 Uhr – Mehr Service und weniger Bürokratie
- Ein kompetentes ZPA mit geschultem Personal, das einem weiterhelfen kann und will
- Online-ZPA für alle Studiengänge und -phasen: Elite-Uni ohne 70er-Jahre Bürokratie
- Verlängerte Einschreibe- und Rückmeldefristen bis zum Vorlesungsbeginn
- BAföG-Amt mit Service statt monatelanger Wartezeit auf Bewilligungen: Für eine grundsätzliche Umstrukturierung des BAföG-Amtes
- Ordnung statt Chaos: Für zeitgemäße und übersichtliche RWTH- und Instituts-Webseiten
- Informationsportal mit studentischen Veranstaltungen und aktuellen Informationen
- Das E-Learning-Portal L2P sinnvoll nutzen: Angebotene Funktionen nutzen
- Unicard endlich einführen! Kompetenzgerangel und Bürokratie bremsen das Projekt seit Jahren aus.
Mobilität in Aachen ausbauen
Die Aachener Studis sind ein sehr großer Kunde der Bus- und Bahnunternehmen in der Region. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Studis eine konsequent gute Anbindung an alle für sie relevanten Orte (Audimax, Hörn, Uniklinik) erhalten.
Wir haben uns zum Ziel gesetzt:
- Bessere Anbindung der Wohnheime und Uniklinik/Melaten
- Mehr Nachtbusse
- Linien 3/13/33/12/22 in Rush-Hour mit mehr und größeren Bussen befahren: Studis sind keine Käfighennen!
Lernen und lernen lassen – Für mehr Lernräume und bessere Hörsäle!
Wie effektiv Lernraum geschaffen werden kann, zeigen die Öffnung des Semi90 und die Verlängerung der Öffnungszeiten des Lernraums im Uniklinikum. Beides haben wir für euch durchgesetzt.
Wir fordern den weiteren Ausbau des Lernraumangebots und eine Renovierung der Hörsäle:
- Hörsaaltechnik renovieren (Mikrofonanlagen usw.)
- Mehr Ruhelernräume
- Öffnungszeiten der Lernräume verlängern
- Freie Seminarräume als Lernraum nutzen
- Trinkverbot in den Lernräumen und Bibliotheken aufheben
- Beschaffenheit der bestehenden Lernräume verbessern
Studentische Eigeninitiativen, Vereine und Gruppen fördern
Studentische Hochschulgruppen bereichern das Leben und Studieren in Aachen in hohem Maße. Deshalb setzen wir uns für eine Förderung dieser Eigeninitiativen ein. In der Vergangenheit sind wir dem durch die Organisation des ersten Eigenini-Tages und die Beratung vieler Gruppen nachgekommen. Diese Arbeit möchten wir fortsetzen und ausbauen:
- Förderung für unterschiedliche studentische Eigeninitiativen
- Gründung neuer Gruppen ermöglichen und fördern
- Schaffung eines Informationsportals zur Bewerbung und Information über die zahlreichen Angebote
Für ein breites Kulturangebot in Aachen
Seit vielen Jahren ist die Liberale Hochschulgruppe im Kulturreferat des AStA vertreten. In der Zeit haben wir für euch unzählige Konzerte, Lesungen, und andere Veranstaltungen organisiert und natürlich auch jedes Semester aufs Neue die legendäre Semesteranfangsparty ausgerichtet.
Gerne wollen wir uns im kommenden Jahr weiter im Kulturreferat engagieren und sicherstellen, dass der AStA ein abwechslungsreiches Kulturprogramm bietet. Wir fordern:
- Beibehaltung des Kulturreferats und der erfolgreichen Arbeit der letzten Jahre
- Studentische Partys (SAP…), Exkursionen, Konzerte, Comedy, Lesungen
- Stärkere Zusammenarbeit mit kulturellen Eigeninitiativen
- Kein Flaschenverbot in der Pontstraße – für eine entspannte Feierkultur
Internationalen Austausch fördern – gegen bürokratische Blockade und Missmanagement
Ein Auslandsaufenthalt im Rahmen des Studiums bietet eine große Chance: Man lernt fremde Länder und Kulturen kennen, verbessert seine Fremdsprachen und bekommt Einblick in andere Lehr- und Forschungskonzepte. Vielen interessierten Studenten bleibt diese Möglichkeit leider auf Grund der wenigen Austausch-Programme und Plätze verschlossen. Die RWTH bemüht sich in keiner ersichtlichen Weise, neue Kontakte und Partner-Unis zu finden oder bestehende Programme auszubauen. Die Unterstützung und Beratung seitens des International Office ist vollkommend unzureichend – extra eingestellte Mitarbeiter der Fakultäten sind hoffungslos überfordert. Erasmus- Plätze gehen wegen fehlender Sorgfalt und Missmanagement verloren.
Wer im Ausland war, erlebt bei der Anrechnung erbrachter Leistungen Bürokratiehürden und unkooperative Lehrstühle.
Dieser Zustand ist einer Universität, die für sich selbst in Anspruch nimmt, ihre Studenten umfassend und vielseitig auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten, nicht angemessen. Wir möchten, dass die RWTH in Zukunft eine Hilfe und keine Behinderung ist und fordern:
- mehr Austauschprogramme und größere Anzahl an Plätzen
- Ausbau der Beratung, Schaffung von kompetenten Ansprechpartnern
- kein unangemessener Bürokratieaufwand bei Anrechnung erbrachter Leistungen
- mehr Unterstützung bei eigenständig organisierten Auslandsaufenthalten
Sprachenzentrum – Sprachen sind der Schlüssel zur Welt
Fremdsprachenkenntnisse sind Grundvoraussetzung für Studium und Beruf. Das Sprachenzentrum ist dabei seiner Aufgabe nicht gerecht geworden: Komplizierte Anmeldeverfahren, lange Wartezeiten, karges Kursangebot und obendrein Geldverschwendung für exorbitante Verwaltungskosten, die bei über 50% der Gesamtkosten liegen. Wir wollen:
- Ein vielfältigeres Sprachangebot
- Endlich ausreichend Plätze in Sprachkursen statt Losglück
- Keine Verschwendung studentischer Gelder durch bürokratische Verwaltung
- Bessere Informationsangebote, bspw. durch Integration in CampusOffice
Überlastung des Hochschulsports – Studis haben Vorfahrt
Wer kennt das nicht: Tag ein, Tag aus rennt man durch die Uni, von einer Vorlesung in die Andere und am Ende des Tages brummt der Schädel. Für viele ist Sport genau das Richtige, um den Kopf wieder frei zu bekommen. Doch leider scheitert dies nicht nur am inneren Schweinehund, sondern schon oft an überbuchten Kursen oder an zu wenigen Kursplätzen.
- Hochschulsport in erster Linie für Studis, nicht für Gäste – für die Bevorzugung von Studis bei der Platzvergabe in Sportkursen
- Manchmal ist weniger mehr – gegen überfüllte Kurse (z.B. Kontakthüpfen), für mehr Sportkurse
- Für gestaffelte Anmeldung zu Kursen und Losverfahren – Anmeldungen zu einem bestimmten Zeitpunkt sind unfair
- Für ein größeres Raumangebot für sportliche Aktivitäten – Studis sind keine Ölsardinen!
Effektives Zeitmanagement statt Hörsaal-Rallye
Die Hörsäle der RWTH erstrecken sich über das gesamte Aachener Stadtgebiet. Das scheinen die Planer der Vorlesungen jedoch nicht zu wissen. Häufig bleiben einem nur 15 Minuten um aus Melaten in den Zentralbereich zu kommen. Da wird der Hörsaalwechsel regelmäßig zum Leistungssport. Dies kann durch eine aufmerksame Planung einfach verhindert werden. Ebenso überschneiden sich häufig Veranstaltungen, sodass man auf Vorlesungen oder Übungen verzichten muss. Daher fordern wir:
- Bessere Abstimmung von Veranstaltungszeiten und -orten
- Berücksichtigung von Wegzeiten zwischen den Hörsälen
- Stärkere Berücksichtigung zusammenhängender Veranstaltungen
- Optimierte Abstimmung von Klausurterminen für eine bessere Studierbarkeit
- Keine Klausuren an Karneval
- Keine Vorlesungen an hochschulweiten „DIES“
Promotionen fördern, nicht behindern – Für unkomplizierte Promotionsverfahren
Die RWTH ist im Rahmen der Bologna-Reform auch eine Reformierung der Promotion angegangen. Daraus hervorgegangen ist bspw. das Center for Doctoral Studies. Diese Veränderung hat für die Promovierenden aber nicht nur positives gebracht, denn viele müssen jetzt z.B. Veranstaltungen besuchen, deren Sinn auch bei näherer Betrachtung nicht erkennbar ist.
Wir setzen uns für unkomplizierte Promotionsverfahren an der RWTH ein. Daher fordern wir:
- Keine Mehrbelastung der Doktoranden durch unsinnige Veranstaltungen
- Promotion auch neben dem Beruf ermöglichen – kein Zwang zur Arbeit am Institut
Drittmittel nutzen – Nur so kommen wir voran
Für den Erhalt eines vielfältigen Lehr- und Forschungsspektrums fordern wir die zielstrebige Einwerbung von Drittmitteln:
- Kooperation zwischen Hochschule und Industrie ausweiten
- Industrie konsequenter in eine praxisnahe Ausbildung einbeziehen
- Schaffung weiterer Promotionsstellen durch die Industrie
Unsere Forderung an die Industrie: Wer gute Arbeitskräfte haben will muss auch bereit sein, deren Ausbildung zu unterstützten!
Noch Fragen? Wir beantworten sie gerne!
Die LHG-Kandidaten stellen sich deinen Fragen:
- „Meet the candidates“ im Labyrinth (Pontstr.): Dienstag, 22. Juni von 19.00 bis 21.00 Uhr
- Informier dich an unseren Wahlständen: in der Wahlwoche ab 8.00 Uhr
- Besuch unsere Homepage www.lhg-aachen.de oder schreib uns eine Mail an info@lhg-aachen.de


